Eine Promenade in Sint-Annaland
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Eine Promenade in Sint-Annaland

Der einzigartige Härtegrad von Vande Moortel

Eine Promenade in Sint-Annaland

Designers:
Bosch Slabbers tuin- en landschapsarchitecten
Stegenga Werkplaats voor stedenbouw 

Client: City of Tholen
 

Tonpflasterklinker:

DecimA Graphite DF

Verarbeitung: Läuferverband

Eine Promenade in Sint-Annaland
Kürzlich ist die Promenade im Hafengebiet von Sint-Annaland fertiggestellt worden. Die Promenade ist Teil einer städtebaulichen Aufwertung des Gebietes zwischen Dorf und Oosterschelde. Mit der Beendigung der ersten Bauphase möchte die Gemeinde Tholen die Führung übernehmen in der geplanten Aufwertung des Gebietes.
 
In den letzten Jahrzehnten hatte sich das Dorf vom Wasser weg entwickelt. Um nun seiner einzigartigen Lage an der Oosterschelde Rechnung zu tragen, ist von den Garten- und Landschaftsarchitekten Bosch Slabbers und dem Städtebaubüro Kees Stegenga ein Entwicklungsplan erstellt worden. Der Plan beinhaltet eine Verstärkung der Verbindung zwischen Dorf und Hafen, und zwar sowohl im räumlichen und im funktionalen Sinne wie im Sinne des Gemeindelebens. Es musste eine Verbindung zwischen dem Herzen des Dorfes und dem (Jacht-)Hafen hergestellt werden. Im Dorf selber werden Gebäude ersetzt und der Dorfplatz wird neu angelegt. Im angrenzenden Gebiet „Kleine Suzanna“ entstehen Neubauwohnungen.

 

Eine Promenade in Sint-Annaland
Der Umbau des Werkhafens zum Jachthafen wird weiter gefördert. Das Einlade- und Abladedeck wird abgebaut. Ein Fußgängersteg, der vom neuen Hafenplatz ausgeht, stellt die Grundlage für eine angenehme Wohngegend dar. Die Promenade am Hafen schmiedet alles zusammen. Der Höhenunterschied zwischen der Promenade und dem Hafen bringt die Promenade richtig zur Geltung. Von ihr aus ist der direkte Kontakt mit dem Wasser und dem Hafen, in dem Ebbe und Flut freies Spiel haben, möglich. Der Höhenunterschied wird mithilfe von Stützmauern und Treppen überbrückt. Die Promenade und die Verbindung zum Dorf sind mit manganfarbenen Pflastersteinen verlegt. 
 
Die Entwerfer suchten für den Außenbereich nach einem Oberflächenmaterial mit ganz besonderen Eigenschaften. Weil ein Teil der Promenade bei einer Springflut unter Wasser stehen kann, sind die Härte und die Wasseraufnahmefähigkeit des neuen Oberflächenmaterials wichtig. Außerdem sollte mit einem natürlichen Straßenbelag gearbeitet werden, sodass sich der Unterhalt an der Kaimauer einfach gestaltet. Frühere Erfahrungen mit Vande Moortel-Pflastersteinen hatten gezeigt, dass dieses Material bei normalem Gebrauch im Laufe der Zeit nicht verschmutzt, sondern immer schöner wird. Es entwickeln sich besonders schöne Farbnuancen.

 

Eine Promenade in Sint-Annaland

Bosch Slabbers: Zusammen mit Vande Moortel haben wir uns die Frage gestellt, ob die Straßenbepflasterung in dieser besonderen Umgebung dieselben Eigenschaften entwickelt. Die Wahl fiel auf ‚Grafiet’-Pflastersteine, da diese einen besonders hohen Härtegrad aufweisen. Diese Steine können maschinell verlegt werden. Die dunklen Steine verfügen über eine sehr spezifische Ausstrahlung. Die Farbnuancen reichen von matt bis leicht glänzend. ‚Grafiet’-Pflastersteine stellen auch deshalb eine ideale Wahl dar, weil die Steine mit den natürlich gelassenen Stützmauern aus Beton und den Treppenstufen einen Kontrast bilden.