Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung
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Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung

Maaskais erhalten ganz neue Ausstrahlung dank neuer Pflasterung aus Tonpflasterklinker

Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung

Projekt:

Umgestaltung der Kais in der Altstadt von Givet (Ardennen, Frankreich)


Bauherr:

Kommune Givet 


Landschaftsarchitekt:

Mickaël Surhomme (Paysages d'ici et d'ailleurs)


Tonpflasterklinker:

Mahagoni

Fotos: © Mickael Surhomme 

   

Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung

Ca. 4.800 m2 Tonpflasterklinker und 8.000 m2 Fußwege und Asphaltstraßen waren erforderlich, um einen öffentlichen Raum, der anfänglich dem Autoverkehr vorbehalten war, in eine angenehme Umgebung für verschiedene Verkehrsteilnehmer und Passanten zu verwandeln. Dieses umfangreiche Projekt ging selbstverständlich mit einem großen Baustellenbereich einher:

Er erstreckte sich über zwei unauflöslich miteinander verbundene städtische Räume: la Place Sourdille und die Kais entlang der Maas. La Place Sourdille liegt am Tor zur Stadt und dem Fuß von Fort Charlemont, wo sich auch einige architektonische Perlen wie Cinema Le Manège mit dem neuen, angrenzenden Kirchplatz befinden. Die Kais entlang der Maas sind für viele Einwohner von Givet und Touristen ein idealer Platz für Begegnungen und schöne Spaziergänge. 

Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung
Ziel der Arbeiten war einerseits die Umgestaltung der Kais, um sie attraktiver und zur Visitenkarte für Givet zu machen. Andererseits sollte ein qualitativ hochwertiger Parkplatz geschaffen werden, mit den gleichen ästhetischen Voraussetzungen wie für die unmittelbare Umgebung. Eines der Hauptprobleme war die Passage der Fernverkehrsstraße (B-Straße). Die Terrassen der Kneipen und Restaurants befanden sich an dieser Straße, was nicht sehr sicher war. Außerdem wurde der Blick auf die Maas durch geparkte Fahrzeuge behindert. 
 
Es wurde ein starkes Konzept gesucht und gefunden. Ausgangspunkt war die Umgestaltung der Straße, um einen öffentlichen Fußgängerbereich am Wasser zu schaffen.  Als Materialien wurden Tonpflasterklinker und Blaustein verwendet, die – miteinander kombiniert – ein attraktives Gesamtbild ergaben.   

 

Gelungene Umgestaltung bringt Schönheit der Altstadt von Givet zur Geltung

An der Place Sourdille wurden Lindenbaumreihen umgepflanzt. Unter ihren Kronen wurde eine Fußgängerpromenade angelegt. Der Parkplatz umfasst ca. hundert Plätze, darunter sechs für Personen mit einer Behinderung.

Der Kirchplatz mit den Klinkern und dem Blaustein, über den man Cinema Le Manège erreichen kann, wurde verlängert, sodass hier verschiedene Veranstaltungen organisiert werden können.  

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Die Place de la Tour Victoire ist in gewisser Hinsicht der Drehpunkt der Umgestaltung. Die Straße wurde verschmälert, um den Verkehrsfluss zu straffen. Sie wurde auch mit Fußgängerübergängen (Straße und Fußweg befinden sich auf dem gleichen Niveau) versehen und bietet so den Fußgängern reichlich Platz.

Anti-Park-Pfähle trennen den Fußgängerbereich von der Straße. Was früher grau und traurig aussah, ist dank der warmen Ausstrahlung der Tonpflasterklinker heute farbenfroh und quasi provenzalisch geworden. Die Planer entschieden sich für Decima Mahonie, einen vollen, unbesandeten, getrommelten Tonpflasterklinker. 

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Sogar die typischen Fußgängergassen, die sehr schmal sind, erhielten ein neues Pflaster: Decima-Tonpflasterklinker mit einer zentralen Rinne. Sie verbinden die Kais mit dem Stadtzentrum. 
Die Kais sind wieder attraktiv. Die neu angelegten Terrassen sind bei den (vor allem belgischen) Touristen und den Einwohnern von Givet enorm beliebt.
 
Die Umgestaltung hat deshalb direkte und unverkennbare Folgen für die lokale Wirtschaft. Trotz ihres Umfangs wurden die Arbeiten in kaum zehn Monaten fertiggestellt, gerade vor dem Start der Geschäftssaison. Zum Schluss ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die verwendeten Materialien, sowohl die Tonpflasterklinker als auch den Blaustein, aus Belgien – also aus der eigenen Region – stammen.